Das optimale Format

Hoch- oder Querformat, DIN-Format oder eine freie Größe: Die Wahl des Papierformats wirkt sich enorm auf die ansprechende Gestaltung von Drucksachen aus. Gleichzeitig müssen die Kosten im Blick behalten werden – genormte Papierformate sind in der Regel wesentlich günstiger als ausgefallene Sonderformate.

Hoch- oder Querformat?

Sofern das Layout nicht auf einer quadratischen Grundfläche stattfindet, muss sich der Gestalter zunächst überlegen, ob er im Hoch- oder Querformat arbeitet. Dem Querformat wird ein ruhigerer Eindruck nachgesagt als dem Hochformat, das eher dynamisch wirkt. Das Hochformat wird jedoch deutlich häufiger eingesetzt, wodurch man mit dem Querformat überraschendere Eindrücke hervorrufen kann. Sehr ausgeglichen und neutral wirkt dagegen die quadratische Grundfläche.

DIN oder nicht?

Papiere im genormten DIN-Format haben einen wesentlichen Vorteil: Sie werden standardmäßig hergestellt und haben damit einen günstigeren Preis als Sonderformate. Allerdings hat sich das menschliche Auge bereits an die Seitenverhältnisse der DIN-Formate gewöhnt. Auffallender wirkt es, Papiergrößen einzusetzen, die von der DIN-Norm abweichen.

Der goldene Schnitt

Wer sich nicht am DIN-Format orientiert, für den empfehlen sich frei gewählte Formate. Doch auch hier gibt es Anhaltspunkte für die Gestaltung, wie zum Beispiel den goldenen Schnitt. Er legt eine Verhältniszahl der Seiten zueinander von rund 1,62 fest. Bei nicht-quadratischen Formaten sollte also die längere Seite 1,62 mal länger sein als die kürzere. Das verleiht auch ungenormten Formaten ein harmonisches Aussehen.

Freie Formate

Für außergewöhnliche Drucksachen können auch noch ausgefallenere Papierformate verwendet werden. Besonders Werbebriefe und Mailings ziehen so die Aufmerksamkeit auf sich. Es ist auch möglich, das Papier mit Hilfe von Stanzen in andere Formen als die „gewohnten“ zu bringen. Generell ist auch die Weiterverarbeitung wichtig für die Wahl des Formats: Bei gefalzten Drucksachen spricht man beispielsweise von einem geschlossenen und einem offenen Format, die beide unter Gestaltungsaspekten betrachtet werden müssen.