Schriftschnitte im Überblick

Eine Schrift, englisch auch Font genannt, kann viele verschiedenen Schriftschnitte aufweisen. Sie entstehen durch die Variation von Schriftlage, Schriftstärke und Schriftbreite. Auf diese Weise entstehen zahlreiche unterschiedliche Schriftschnitte einer Schrift, die dann zum Beispiel „Bold“, „Condensed“ oder „Italic“ heißen – doch es gibt noch viele weitere Bezeichnungen.

Schriftstärke

Verändert man die Schriftstärke, erhält man Schriftschnitte, die unterschiedlich leicht oder schwer wirken. Die Abstufungen können sehr detailliert ausfallen: Ultraleicht, Extraleicht, Leicht, Halbleicht, Normal, Halbfett, Fett, Extrafett und Ultrafett. Im Englischen tragen diese Schnitte dann Bezeichnungen wie Ultra Light, Extra Light, Light, Semi Light, Regular, Semi Bold, Bold, Extra Bold und Ultra Bold. Für fette Schriftschnitte gibt es zudem den Namen „Black“, auch die Bezeichnungen „Fein“, „Mager“ und Kräftig“ sind für extraleichte, halbleichte und halbfette Schriftstärken gängig.

Schriftbreite

Auch die Schriftbreite, welche oftmals als Dickte bezeichnet wird, kann variiert werden. Hier gibt es die Abstufungen Ultraschmal, Extraschmal, Schmal, Halbschmal, Normal, Halbbreit, Breit, Extrabreit und Ultrabreit. Sie entsprechen den englischen Begriffen Ultra Condensed, Extra Condensed, Condensed, Semi Condensed, Regular, Semi Expanded, Expanded, Extra Expanded und Ultra Expanded. Für Expanded kann auch der Begriff Extended stehen.

Schriftlage

Die Neigung der Schrift bietet ebenfalls Variationsmöglichkeiten. Echte Kursive nennt man auch Italic, während Begriffe wie Slanted, Oblique oder Sloped Roman auf lediglich schräg gestellte Normalschnitte hindeuten. Aufrechte Schriften werden hingegen auch als Normal oder Upright bezeichnet.

Weitere Varianten

Schriften können darüber hinaus konturierte, schattierte oder verzerrte Schnitte aufweisen. Sie werden im Englischen Outlined, Shaded und Distorted genannt. Hinzu kommen Ligaturen, Kapitälchen – auch Small Caps genannt – und spezielle Schriftschnitte für Ziffern. Schriften für den täglichen Gebrauch werden auch als „Brotschriften“ bezeichnet. Basierend auf den vielen Variationsmöglichkeiten ergeben sich zwar theoretisch sehr viele potentielle Schriftschnitte, in der Regel umfassen Schriften aber nicht mehr als zehn Schriftschnitte.