Its name comes from the Latin pronouns tu and vos. In der deutschen Standardsprache wird die Höflichkeitsform heute durch die Anrede mit der großgeschriebenen grammatikalischen Pluralform „Sie“ und mit den davon abgeleiteten Formen der 3. Jedoch ist das spontane und gleichsam ungefragte Du in den letzten zwei Jahrzehnten im ganzen deutschen Sprachraum angewachsen, was zu Veränderungen in der gefühlten Interpretation der Anreden und in Toleranzen geführt hat. Ungefähr ab 1970 (je nach Universität etwas unterschiedlich) ist es jedoch auch in Deutschland (zunächst Westdeutschland) wieder unter allen Studenten üblich geworden, einander direkt zu duzen. Im Bereich des Niederrheins besteht im Kleverländischen (Nordniederfränkischen) sogar ein Dialektkontinuum zwischen deutschen und niederländischen Idiomen. Jahrhunderts, dass Mitarbeiter zwar sowohl die gleichrangigen oder tiefer stehenden Kollegen als auch den unmittelbaren Vorgesetzten mit Vornamen anredeten, die oberen Chefs eines Betriebs jedoch förmlich mit Nachnamen. Im 17. und 18. Jahrhunderts die Tendenz zu beobachten, bei Professorinnen die weibliche Form (Frau Professorin XY oder Frau Prof.in XY) zu verwenden, merkwürdigerweise aber (bislang) nicht bei der Verwendung des (grammatikalisch rein männlichen) Doktortitels einer promovierten Frau (z. In den USA ist es an Universitäten und in Forschungsgruppen seit langem weitgehend üblich, dass sich Dozenten und Professoren unabhängig vom akademischen Grad mit dem Vornamen ansprechen. Jahrhundert eine verbreitete Anredeform gegenüber Dienstpersonal, kommt in dieser Funktion aber auch heute noch vor. lateinisch geschriebenen Vulgata Amen dico vobis (dico „(ich) sage“, vobis „euch“). In beiden Fällen, für männliches wie für weibliches Bedienungspersonal, haben sich bislang keine einheitlichen und als höflich empfundenen Ersatz-Rufbezeichnungen herausgebildet. Im süd- und westdeutschen Sprachraum (bekannt vom Ostfränkischen, Bairischen, Alemannischen (einschließlich des ganzen Schweizerdeutschen), Ripuarischen, Westfälischen, Hessischen und Moselfränkischen) werden vielfach Personen, die stellvertretend für eine größere Gruppe oder eine Institution stehen (beispielsweise eine Kellnerin, die gleichsam das komplette Gasthaus repräsentiert) mit Ihr angesprochen. Bei Verwendung der Ihr-Form als Höflichkeitsform träte nur das erste Missverständnis auf, bei Verwendung der Du-Form keines der beiden Missverständnisse. Viele US-Amerikaner behalten diese Gewohnheit bis ins Erwachsenenalter bei und sprechen etwa auch die Lehrer ihrer Kinder mit dem Familiennamen an. Das gemeine Volk wurde hingegen von Adeligen und vom Klerus geduzt. Ersatzweise waren nicht-pronominale Anreden Usus. Bis heute existiert diese Anrede umgangssprachlich als Berliner Er in Berlin, Brandenburg, der Lausitz und in Mecklenburg, kommt aber auch in anderen Dialekten gelegentlich vor (im folgenden zwei literarische Beispiele): In weiblicher Form (Sie als 3. Dennoch ist das Siezen mit Verwendung des traditionellen Honorificums „Herr“ oder „Frau“ plus Nachnamen weiterhin die gewohnheitsmäßige und dominierende Anredeform gegenüber Fremden auf der Straße, in Geschäften und Behörden sowie bei förmlichen gesellschaftlichen Anlässen. Die Person steht dabei in einer Pars-pro-toto-Funktion. Allerdings sind die geltenden Großschreibregeln nicht völlig symmetrisch, da das Wort sich (als Personal- oder Reflexivpronomen) bei Verwendung der Sie-Form stets klein zu schreiben ist: Die Anredeform mit „Ihr“ wird gelegentlich als Ihrzen bezeichnet und gilt entweder als veraltet oder als aus der jeweiligen Dialektform übernommen. Gleichrangige aus dem gleichen Berufsfeld begrüßen sich unter Umständen mit „Herr Kollege“ („Frau Kollegin“), allerdings am ehesten noch im medizinischen oder anwaltlichen Umfeld. Person Singular und in der 3. Kinder werden heutzutage im deutschen Sprachraum von niemandem gesiezt, auch nicht adelige Kinder. ), umgangssprachlich Duzen genannt, ist die grammatikalisch direkte und einfachste Form der Anrede, die allen indogermanischen Sprachen zugrunde liegt. 1 Nr. Wörterbuch der deutschen Sprache. Die Anrede mit „Sie“ heißt Siezen, die Anrede mit „Du“ Duzen. aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie. In allen anderen Textformen, beispielsweise Werbeplakaten, Erzählungen etc., ist nur die Kleinschreibung erlaubt.[14]. In anderen Sprachen wird Kindern eine Höflichkeitsform für den Umgang mit ihren Eltern beigebracht, z. In manchen anderen modernen Sprachen hat sich diesbezüglich ein Wandel vollzogen: Das traditionelle religiöse „thou“ des Englischen, das zwar im Standardenglischen faktisch verschwunden, aber in etlichen englischen Dialekten noch verbreitet ist, hat in modernen Bibelübersetzungen häufig (wenngleich nicht bei allen Konfessionsrichtungen) der 2. Derartige asymmetrische Anreden sind vielfach durchaus im Konsens mit dem Geduzten, der gleichsam den Alters- oder Rangunterschied für diese Asymmetrie akzeptiert oder manchmal auch wünscht. B. als „Du, Dr. Müller“,[12] gleichsam institutionalisiert in Verwendung: Duzen ist relativ weit verbreitet, z. sayyid bzw. Der eventuelle Übergang zum „Du“ wird auf Basis eines wechselseitigen Einverständnisses vollzogen und üblicherweise von der älteren oder ranghöheren Person angeboten. Öffentlich unter Beobachtung steht die Verwendung oder Nichtverwendung des Duzens bei Parlamentariern und Regierungsmitgliedern von Bund und Ländern bzw. Über die genannten traditionellen Bereiche hinaus wurde Duzen seit Ende des 20. Lediglich die aus dem Mittelalter stammenden höfischen Anredeformen Herr und Frau werden weiterhin vor dem Nachnamen verwendet. Nur wenn die Pronomina zu betonen waren (in der Art „Nicht ich, sondern du!“), wurden beispielsweise im Griechischen und Lateinischen die Pronomina ἐγώ (griechisch) und ego (lateinisch) für „ich“ sowie σύ (griechisch) und tu (lateinisch) für „du“ eingesetzt. Szene. Daneben ist Duzen unter den meisten „Aktivisten“-Gruppen verbreitet, so in gewerkschaftlichen Kreisen, in sozialistischen und grünen Parteien, vielen Umwelt- oder Friedensaktivisten, historisch auch in allen revolutionären Gruppen. Auch beim Adel wird trotz der teilweise altertümlichen Titel mit auffallenden Vornamensbezeichnungen und Ergänzungen wie „Eure/Euer“ (2. Hartwin Maas: Autobiographie von August von Platen, Seite 44 der Ausgabe von 1896, https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Höflichkeitsform&oldid=205367000, „Creative Commons Attribution/Share Alike“, „Haben Sie sich verletzt?“ mit Kleinschreibung des „sich“. Oft gilt das auch für Studenten oberhalb des Bachelor, sollte aber nicht vorausgesetzt werden (formelle Ansprache, bis der Dozent den Vornamen anbietet; zum Teil sogar mündliche Ansprache mit dem Nachnamen, wenn der Vorname im Schriftverkehr angeboten wurde und umgekehrt). In der mündlichen oder schriftlichen Anrede wird man aber nur den höchsten Titel (also ggf. Auch wird das Personalpronomens vielfach durch Namen und Titel des Angesprochenen im Sinne einer nicht-pronominalen Anrede ersetzt, d. h., man sagt zu Herrn Li anstatt Sie sollten ein Taxi nehmen eher Herr Li sollte ein Taxi nehmen. Jahrhundert in der mündlichen und schriftlichen Standardsprache herbeigeführt haben. Üblicherweise spricht man sie im mündlichen Direktkontakt ohne diesen Titel an, bei feierlichen Veranstaltungen wird er öfters genannt. So werden die aus dem 20. Auch im Fernbus oder beim Friseur und im Kosmetiksalon wird vermehrt geduzt. Wie alle Aspekte der als höflich empfundenen Kommunikationsformen sind auch diese Ausdrucksweisen zeitlich und regional unterschiedlich und ändern sich langsam und unmerklich, vielfach auch durch Einflüsse aus dem Kontakt mit anderen Kulturen. B. es wird nur im nicht-öffentlichen Raum (gleichsam heimlich) gepflegt. Allerdings haben sich ab etwa dem Beginn des 21. B. du, ihr, Sie. Bis zur Rechtschreibreform 1996 gab es auch eine verbindliche Großschreibung und damit eine – allerdings nur schriftlich erkennbare – Höflichkeitsform des Duzens. Duzen kann Nähe und Vertrautheit bedeuten und wird heute in der Kommunikation unter Freunden, Familienangehörigen und (asymmetrisch) gegenüber Kindern und Jugendlichen angewendet. Jahrhunderts zunehmend außer Gebrauch gekommen und wird meist höchstens noch im spaßigen Sinne verwendet. Speziell in Teilen des Oberdeutschen (z. Diese Variante findet sich ebenfalls eher im süddeutschen Sprachraum (Süddeutschland, Luxemburg, Österreich), wird aber auch im norddeutschen Raum unter befreundeten Männern zuweilen beobachtet (‚Hallo Schulze!‘); gegenüber Fremden oder einem ferner stehenden Personen gilt diese Anredeform als unhöflich.